AnnPhie Fritz’ Debüt-Programm „Shanti Schatzi – ich weiß gar nicht, warum ich immer so müde bin…“ ist eine Yoga-Stunde der etwas anderen Art. Für ihr Solo wurde sie 2025 mit dem 2. Platz beim renommierten Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet und erhielt 2026 den Silbernen Besen in Stuttgart.
Eigentlich möchte AnnPhie ihre erste Stunde als ganzheitliche Life-Coachin möglichst reibungslos und einfühlsam über die Bühne bringen. Doch ständig wird sie abgelenkt – irgendetwas muss noch erklärt, gerechtfertigt oder schnell zu Ende gebracht werden. Erst wenn alles „fertig“ ist, kann sie wirklich im Moment sein und das Publikum sicher in die ultimative Entspannung führen.
Wenn sie nur nicht immer so müde wäre. Woher kommt diese ständige Erschöpfung? Sie meditiert, sie entspannt sich, sie optimiert sich – und ist trotzdem müde. Wie kann das sein?
Auf ihrer Suche nach dem Ursprung dieser Müdigkeit stolpert sie über Selbstoptimierung, soziale Ängste, geplatzte Träume, falschen Nationalstolz, aufgezwungene Rollenbilder und politische Erwartungen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Identität und Überforderung zunehmend.
AnnPhie Fritz blickt dabei aus der Perspektive einer weißen, queerfeministischen, veganen, Yoga-praktizierenden Millennial-Frau auf die Welt. Und selbst ältere, heterosexuelle Männer bestätigen: Dieses Programm ist sehr lustig.
Ihr erstes Solo-Kabarett ist ein temporeicher Trip, eine Gedankenreise und ein Ein-Frauen-Theater mit starkem körperlichem Einsatz – irrwitzig, klug und angenehm bissig. Sie wechselt Rollen, springt zwischen Szenen und überrascht ihr Publikum immer wieder aufs Neue.
Besonders nach der Pause.
